11.12.2015

Bye bye kerikeri



Oh man, sorry Leute, es ist verdammt schwer so einen Blog am Laufen zu halten, wenn man jeden Tag so viel zutun hat, dass man abends einfach todmüde ins Bett fällt....dazu kommt noch, dass es kaum wlan gibt. Komplizierte Geschichte jedenfalls :D
Die letzten Wochen Hideaway:
Die Zeit in der Hideaway Lodge verging wie im wie im Flug. Auch wenn ständig coole Leute gegangen sind, sind auch immewieder nette Neue gekommen und manche waren einfach die ganze Zeit mit uns dort. Das schon wieder eine Woche vorbei war hat man eigentlich nur am Bezahlen gemerkt. Wir haben die meiste Zeit mit arbeiten verbracht und wenn wir frei hatten/ nach Arbeitsschluss haben wir nachmittags am Pool gechillt, gegessen oder abends in einer gemütlichen Runde gesessen. Allmählich hat man auch gemerkt, dass hier Sommer wird, denn die Nächte sind deutlich wärmer gewesen und tagsüber brauchte man auch keine langen Sachen mehr und war nach der Arbeit über eine kurze Erfrischung im pool sehr dankbar. Da wir viele Geburstage hatten, gabs auch ständig Kuchen. Kurz um: Wir habens uns gut gehen lassen! Mein Job wurde auch immer besser, weil ich nicht bei allem ständig nachfragen musste, sondern einfach die ganze Zeit selbstständig arbeiten konnte und selber entscheiden wie viel Brot ich noch backen soll, ob die Baguettes reichen und welche Brötchen in der nächsten Woche im Supersaver sind. Außerdem hab ich öfters mal mit unseren Bäckern gearbeitet, die mir verschiedene Knet und Brotformtechniken (whatever xd) beigebracht haben. Humor hatten die auch, denn sobald mal jemandem langwelig geworden ist, wurde angefangen munter und lauthals zu singen, woraufhin alle mit eingestimmt haben.Besonders beliebt ist hier „Let it goooo“ von Frozen, aber das nur am Rande :D. Ich nehm mal vorweg: Der Abschied von meiner Bäckercrew war schon traurig vor allem mit dem Wissen, dass ich sie wahrscheinlich nciht mehr wiedersehen werde, denn Kerikeri liegt doch ziemlich weit nördlich und es braucht seine Zeit dort hinauf zu fahren, aber vielleicht am Ende: mal sehen.  Ebenfalls traurig war der Abschied von unseren Hostelfreunden, denn irgendwie sind sie innerhalb der 2 Monate die wir dort verbracht haben zu einer kleinen Familie geworden. Ist schon ein komisches Gefühl nicht mehr bei Leon und Adrians Musik zu essen, die einen ständig mit ihren blöden (sorry!) Kommentaren zum lachen bringen oder Lores Schokolade aus der Schokoladenfabrik zu essen oder einfach mit Phillip zu quatschen. Aber heutzutage gibts ja Whatsapp und Facebook und so groß ist Neuseeland ja auch nicht, als dass man sich nicht nochmal treffen könnte.
Am Montag jedenfalls waren dann unsere Zelte abgebaut, die Rucksäcke gepackt und wir startklar, bereit für ein neues Abenteuer xD. Erster Stop: Whangarei. Ja, hier haben wir schonmal eine Nacht geschlafen auf dem Hinweg, aber da hatten wir leider keine Gelegenheit uns mehr als den Pakn‘Save anzugucken, deswegen hatten wir beschlossen nochmal eine Nacht hierzubleiben. Glücklicherweise war das Wetter schlecht, deswegen hatte Phillip frei und koonnte uns, lieb wie er ist, nach Whangarei fahren. Eigentlich war der Plan noch zusammen in die nahegelegen Abbey Caves zu wandern, aber diese sollen bei Regen angeblich teilweise geflutet sein und die schönen Höhlen nicht zugänglich, deswegen fahren wir auf unserem Weg zurück nochmal an den Caves vorbei und hoffen  auf besseres Wetter. Um trotzdem noch ein bisschen Natur zu sehen, sind wir dann zu den  Whangarei Falls, ein idyllischer Wasserfall in ein riesiges Becken, dass ziemlich an die Rainbow Falls erinnert. Aufgrund des nicht aufhören wollenden Regens beschlossen wir die Nacht in einem Hostel anstatt unserem Zelt zu verbringen und fanden auch prompt ein nettes Mehrbettzimmer in einem alten Gefängnis. Die Besitzer sind gerade noch dabei diie alten Zellen zu renovieren und ein bisschen freundlicher zu gestalten, denn vor knapp 5 Jahren haben hier tatsächlich noch Sträflinge drin gewohnt. Die Teile des Gefängises, die bereits renoviert sind, sind echt praktisch, und sehr gemütlich. Einzig die schweren Eisentüren, Gitterstäbe und Kritzelein an den Wänden erinneren noch an das einstige Gefängnis. Die Besitzerin war sehr freundlich und wir haben uns mit einem Engländer die Zelle geteilt, der ebenfalls viel zu erzählen hatte. Am nächsten Morgen gings auch schon weiter. Unser Ziel war es möglichst schnell nach Auckland zu kommen. Ein netter Mann mittleren Alters hielt auch prompt an und nahm uns die ganze Strecke nach Auckland mit. Einmal durch ganz Auckland durchgefahren und auf den One Tree Hill hoch, wollte er uns davon überzeugen, dass Auckland doch ne ganz nette Stadt ist und ich muss sagen, dass ich ihm recht gebe. Viele sagen immer, dass Auckland nur grau und dreckig wäre, so ganz untypisch Neuseeland, aber ich denke die Stadt hat einen besonderen Flair mit den vielen Vulkanen die mitten in der Stadt stehen, dem Hafen und dem Stadtzentrum mit der Queenstreet und den vielen Hochhäusern drumherum. Ich bin jedenfalls immer froh in Auckland zu sein, vielleicht bin ich doch noch ein wenig ein Stadtkind ;). In Auckland hatten wir auch nur eine Nacht eingeplant, denn Stadt ist meistens teuer. Lustigerweise war das billigste Hostel direkt im Stadtzentrum am Hafen, sehr praktisch für mich, denn der Grund unseres kurzen Auckland Aufenthalts war das Tourfinale der Black Market Tour von Rise Against in Auckland – die Chance Rise Against zu sehen konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen, auch wenn ich dafür unter der Brücke hätte schlafen müssen ;D. Nach einer turbulenten Nacht sollte es am nächsten Morgen dann sozusagen richtig losgehen. Keine Ahnung wohin genau wir wollen, keine Ahnung wie wir dahinkommen und keine Ahnung wo wir abends schlafen, aber hauptsache erstmal weg und gucken was kommt. Unser grobes erstes Ziel ist die Coromandel Halbinsel, aber dazu später mehr.
Achja, die Weihnachtszeit hat ja nun auch schon mehr als angefangen, aber in Stimmung kommt man so wirklich nicht, denn Sommer und Weihnachten passt irgendwie gar nicht zusammen. Ich hab versucht mal die spärliche Weihnachtsdeko in Auckland festzuhalten, aber das könnt ihr euch ja selber angucken. Die Umstände haben uns trotzdem nicht davon abgehalten Plätzchen zu backen, Glühwein zu trinken und Weihnachtslieder zu hören. Wenn das Weihnachten nicht herkommt, holen wir es uns eben selber! In der Bäckerei haben wir auch viel Weihnachtszeug und weihnachtliche Eigenkreationen unserer Konditorinnen verkauft und selber gegessen. Jetzt weiß ich immerhin wie Fruit and Mince Tarts, Christmas Cakes oder Plumpudding schmeckt! :D
Liebe Grüße!

Adventszeit in Kerikei

Nikolause :D

Weihnachten?

Lodge Mädels :)





Westküste

Sonnenuntergang Westküste

Ostküste

Whangarei falls

Whangarei Falls

Einzelzelle

Sonnenuntergang vorm New World Kerikeri

irgendwo an der ostküste

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13.11.2015

Arbeiten, Arbeiten, arbeiten WELTMEISTER noch mehr arbeiten



Arbeiten, Arbeiten, arbeiten WELTMEISTER noch mehr arbeiten

So in etwa verliefen die letzten Tage und Wochen :D. Naja ein paar nenneswerte Ausnahmen gab es schon noch von denen ich mal berichten möchte. Wir haben beide ziemlich viel und hart gearbeitet. Das bedeutet für mich früh um 3 Uhr aufstehen, frühstücken und warten, dass mich einer der Bäcker abholt. Dann gehts weiter mit Brot in den Ofen schieben, neues Brot backen, Shop aufräumen, Brote wegschmeißen ( unglaublich, wie viel Zeug einfach weggeworfen wird, was ich locker noch 2-3 Tage essen würde!) und neues Zeug in die Schaufenster  legen.  Im Vergleich zu dem,  was viele andere aus unserer Lodge machen, find ich meinen Job eigentlich echt gut, da ich abwechslungsreiche Arbeit hab, keine Zeit mich zu langweilen und vieeeel Englisch reden kann :D. Am Anfang war es ein wenig kompliziert sich in den Job hereinzuarbeiten, aber nachdem ich erstmal die gefühlt Tausend Brotsorten auswendig gelernt hatte, ging es allmählich. Im Vergleich zu deutschen Bäckereien fällt  auf, dass es hier, angelehnt an Großbritannien wahrscheinlich, viele verschiedene Pies gibt und es nicht reicht einfach nur Donuts, Apfeltaschen oder Milchbrötchen  zu verkaufen, nein hier wird alles noch mit einer dicken Schicht Sahne oder Schokoglasur überzogen. Klingt lecker, aber tatsächlich ist Neuseeland hinter Mexiko und den USA das Land mit den meisten Übergewichtigen. Das wundert mich jetzt auch nicht mehr. Kurz gesagt: Der Job ist echt okay, obwohl es manchmal natürlich nervt den ganzen Tag zu stehen und so früh rauszumüssen, aber man kann ja nicht alles haben. ;) Außerdem hat man so die Nachmittage frei um was zu unternehmen oder einfach nur in der Lodge mit anderen  zu chillen und unserer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen : Kartenspieln. Leider haben uns viele unserer Lodgekumpanen schon verlassen. Nach Manu sind auch noch die Anderen gefahren mit denen wir am Cape waren und noch zwei weitere  aus unserem alten Zimmer, aber man sieht sich ja immer zweimal im Leben.  Altes Zimmer deswegen, weil wir uns entschieden haben möglichst viel Geld zu sparen und deswegen in zwei  kuschelige Zelte gezogen sind. Ich hab in meinem Zelt  wirkich viel Platz und Jack, ein Kanadier der neben mir wohnt, hat mir netterweise eine Decke geschenkt, so dass ich auch relativ bequem liege. Trotzdessen, dass  es hier langsam tatsächlich warm wird, ist es nachts teilweise richtig kalt, aber solange man sich in seinen Schlafsack kuschelt, ist das auch okay.
Mittlerweile ist es auch schon wieder knapp zwei Wochen her ( unglaublich wie schnell die Zeit vergeht!) da fand  das WM Finale im Rugby, was ja wie schonmal gesagt hatte, der Nationalsport Neuseelands ist, zwischen Neuseeland und Australien statt.  Durch die Zeitverschiebung fing das Spiel bei uns schon früh um 5 an, was mich alleridngs nicht daran hinderte mit ein paar Anderen Verrückten in einen Pub nach Kerikeri City zu fahren und zusammne mit den Einheimischen das Spiel zu gucken. Unglaublich aber wahr, ich finde langsam Gefallen an diesem seltsamen Sport. Die Regeln habe ich zwar  immer noch nicht vollständig durchblickt, aber ich glaube das ist auch nicht so wichtig. Es geht eh hauptsächlich darum sooft wie möglich die Gegner umzurennen...oder so ähnlich:D. Die All Blacks haben übrigens auch gewonnen und der ganze Pub ist eskaliert, ziemlich cooler Morgen jedenfalls ;). Da wir  trotzdem noch in der Provinz wohnen, haben wir von Siegesfeier etc. eher wenig  mitbekommen.
Wir arbeiten meistens 5-6 Tage jede Woche und haben einen Day-off. Leider hab ich meinen Day off meistens mitten in der Woche, wo sonst niemand frei hat, aber ein paar Ausflüge konnt ich trotzdem machen. Am Labour Day zum Beispiel war ich nochmal mit Alex, Sophia und Lea am Matauri Bay. Diesmal sind wir aber noch ein Stückchen weiter gelaufen und standen plötzlich in einer traumhaften Bucht mit kristallklarem, türkisblauen Wasser und vielen Steinen und Muscheln. Da konnten wir es uns nicht nehmen lassen, das Badezeug anzuziehen und ins Wasser zu springen. Um den ganzen Tag noch abzurunden statteten uns noch ein ganzes Heer von Delphinen Besuch in der Bucht ab, die teilweise komplett aus dem Wasser rausgesprungen sind. Das mal live zu sehen war schon echt beeindruckend.
Die letzten 3 Tage habe ich dann  versucht an die Rainbow Falls zu gelangen. Am Dienstag war  ich schon halb auf dem Weg, da hat mir mein Chef plötzlich geschrieben, ob ich nicht doch bitte vielleicht arbeiten will, da konnte ich dann nicht nein sagen. Gestern hatte ich ebenfalls mein Zeug schon gepackt, da ich nicht arbeiten musste, und wollte den Shuttle in die Stadt nehmen, da kam Jack an und hat mich gefragt, ob ich nicht mit ihm surfen kommen will. Und ganz ehrlich, da kann man ja auch nicht nein sagen :D.
Also Badezeug zusammengepackt, ins Auto gestiegen und an den Ninety Miles Beach gefahren. Genauergesagt an den Shipwreck Bay. Das ist anscheinend ein ziemlich bekannter Surfspot hier und unglaublich schön dazu. Der Name täuscht allerdings ein bisschen, denn an dem Strand findet man keine Wracks, sondenr nur einen Pfeiler, der aus dem Sand ragt. Angeblich gehört er zu einem Schiff, dass darunter im Sand liegt, aber keine Ahnung ob das stimmt. Jedenfalls hab ich mir ein Board und einen Neoprenanzug ausgeliehen, „Scheiß auf Surfschule!“ gedacht und ab ins Wasser. Was soll ich sagen, nachdem Jack mir ein paar Grundlagen gezeigt hatte, war es einfach nur mega geil. Da gibts keine anderen Worte für, denn sobald man mal eine Welle gefühlt hat und sie einige Meter Richtiung weißen Sandstrand und zerklüftete Felsen ‚geritten‘ ist, fühlt man sich schon ziemlich gut :D. Auch wenn das mit dem Stehen noch nicht ganz so gut geklappt hat, aber das kann ja noch werden.  Das  Wichtigste war, dass er mir die Eskimo Rolle auf dem Board beigebracht hat, die essenziell war, denn die Wellen waren mit c.a. 3 m schon ordentlich hoch für Anfänger wie mich. Vor allem aber lernt man auch Respekt vor dem Wasser zu bekommen, denn egal was man tut, das Wasser ist stärker und Wellen verdammt unbarmherzig, wenn man versucht ‚gegen sie zu kämpfen‘ anstatt mit ihnen. Nach ca 3 Stunden mit ein paar Pausen und mehreren Spotwechseln war ich deswegen auch  so fertig, dass ich froh war noch aus dem Wasser zu kommen...gefühlt.:D. Der Tag war jedenfalls sehr ereignisreich und wahrscheinlich auch einer der aufregensten  in Neuseeland bis jetzt. 
Heute hab ich es dann tatsächlich geschafft zu den Rainbow Falls zu gelangen. Der Weg  zu den Falls begann am Stone House, dem ältesten Steinhaus Neuseelands, das am idylischen Kerikeri Basin gelegen ist. Von dort aus führte ein schöner Wanderweg an einem Fluss entlang. Links und rechts vom Weg waren Wälder bestehend aus vielen verschiedenen Farnen, Palmen und Urwaldähnlichen Sträuchern. Nach circa einer Stunde Fußmarsch erreichte ich dann die Rainbow Falls. Die Rainbow Falls sind ein Wasserfall über einen Steinabhang, der an den Seiten mit Moos und Wald besäumt ist. Wenn das Licht günstig fällt kann man dann überall kleine Regenbogen sehen – von oben zumindest. Alles in Allem hat sich der Ausflug sehr gelohnt, denn sowohl der  Track zu den Falls als auch die Falls an sich sind richtig schön.
Morgen gehts dann, nach zwei  sehr ereignisreichen Tagen, weiter mit früh aufstehen und arbeiten.

Lassts euch gutgehen, bis demnächst! :)
Kerikeri river Track

Shipwreck Bay
Mein neues Zuhause
Jacks Karre *-*
Stonehouse
Matauri Bay 2.0
Rainbow falls


22.10.2015

Far North!

Hallöchen!
Zwar war der letzte Blogeintrag auch schon aus Kerikeri geschrieben, aber trotzdem senden wir euch jetzt nochmal liebe Grüße aus dem hohen Norden. Wir sind nun in der Hideaway Lodge (aufgrund vieler überzeugender Empfehlungen :D ) sesshaft geworden, Tja die Hideaway Lodge : Wenn man die Leute hier fragt wie lange sie schon im Hostel sind, reagieren eigentlich alle gleich. Sie gucken dich an, schauen ein wenig verschämt nach unten und sagen "Viel zu lange". Auf die meisten trifft das tatsächlich zu und dafür gibt es gute Gründe. Zum einen sind die Leute hier alle sehr entspannt, man kommt mit den meisten schnell ins Gespräch, ob beim Abendbrot, am Pool, Volleyballfeld oder beim wöchentlichen Barbecue, und zum anderen gibts hier viele Plantagen und Fabriken, was für uns Backpacker schnell bezahlte Jobs bedeutet. Dachten wir zumindestens.
Aber fangen wir von vorne an. Momentan leben wir in einem wunderbar kuscheligen 6er Zimmer zusammen mit 3 Jungs und einem anderen Mädchen inmitten von 'Little Germany'. 'Little Germany' deswegen, weil auf unserer Zimmerreihe fast nur Deutsche wohnen, was allerdings gar nicht so schlimm ist, da mal wieder Deutsch zu reden auch ganz angenehm ist und man einfach schneller Kontakte knüpft. Generell sind hier oben sehr viele deutsche Backpacker , die alle arbeiten wollen. Deswegen wurde das mit dem schnell Arbeit finden auch schwieriger als gedacht. Da wir nun nicht einen Tag nach Ankunft einen Job hatten, wie wir uns gewünscht hatten, mussten wir uns die Zeit irgendwie anders vertreiben. Gott sei Dank gabs aber noch ein paar andere, arbeitslose Seelen, die uns dabei Gesellschaft geleistet haben und jede Menge Spaß brachten. ;)
So sind wir am Tag nach unserer Ankunft zusammen mit Lore, Manu und Alex zu Charlies Rock gefahren, einem netten Wassserfall mithohen Steinwänden, die man wunderbar runterspringen konnte. Allerdings hab ich nach dem Eintauchen den Kälteschock meines Lebens bekommen, denn  obwohl es hier nicht schneit :D , kann man noch lange nicht behaupten, dass es besonders warm ist und das gilt insbesondere für'sWasser. Die nächsten Tage waren wir noch am Matauri Bay - einem an wunderschönen Sandstrand mit türkisblauemn Wasser und in Paihia, einem Küstenstädtchen in der Bay of Islands. Am letzten Wochenende durfte ich dann zum ersten mal arbeiten, leider nur ein paar wenige Daily Jobs, allerdings hab ich damit schonwieder ein ganz nettes, älteres Ehepaar kennengelernt, für die ich 3 Tage lang ihre (  blitzsaubere!!) Villa und Silberbesteck putzten durfte. Ich glaube das waren die entspanntesten Jobs, die ich je in meiner Zeit in Neuseeland haben werde.
5 Kartenspielabende und zwei erfolglose Angelausfluge später war dann schon wieder Wochenende. Da Manu's Zeit in Neuseeland am Dienstag leider vorbei ist, entschieden wir uns das letzte Wochenende nochmal gemeinsam zu verbringen und fuhren zu 6. ( Also Silvia, Sophia, Manu, Alex ud ich) an's Cape. Mit einem 'kleinen' Umweg zum größten, ältesten oder dicksten Kauri  ( was auch immer) Neuseelands. Der Baum war riesig ( Überraschung) und echt beeindruckend ( siehe Foto) aber das kann man gar nicht so gut beschreiben. Das muss man schon selber sehen. Da es, als wir endlich kurz vorm Cape Reinga angekommen waren, schon dämmerte, entschieden wir uns dazu das Cape am Sonntag zu besichtigen und fuhren auf einen DOC Campingplatz direkt am Meer um dort zu die Nacht zu verbringen. Der Campingplatz war zwar nur sehr spärlich ausgerüstet, dafür war die Lage aber genial, so dass wir am nächsten Morgen nur 10 Minuten brauchten, um ans Cape zu fahren. Cape Reinga ist der nordwestlichste Punkt Neuseelands und liegt fernab jeglicher Zivilisation. Kaitaia ist die nächste größere 'Stadt' mit 4900 Einwohnern und liegt über 100 km weg, also wirklich Kaff dort. Aber dafür kann man auch abends, solange es nicht bewölkt ist, einen wunderschönen Sternenhimmel sehen. Für die Maori ist es ein spirituell sehr bedeutender Ort, da hier die Seelen der Toten ihre Reise beginnen, aber auch für alle Anderen hat der Ort etwas geheimnisvolles, gewaltiges., denn wenn man genau hinguckt kann man sehen, dass genau dort zwei Meere aufeinandertreffen, nämlich  der Tasmansee im Westen und der Pazifische Ozean im Osten. Außerdem ist der Ausblick auf das weite Meer und die Wellen die sich an den Felsen brechen, echt gigantisch.
An der Westküste entlang verläuft  zum Cape hin der Ninety Miles Beach. Wie der Name schon sagt, ein ewig langer Sandstrand ( aber nein, er ist keine 90 Meilen lang, sondern nur c.a. 55  ) und hinter dem Sandstrand stehen nochmal riesige Sanddünen. Auf die Sanddünen mussten wir natürlich auch klettern und wenn du erstmal auf einer stehst, fühlst du dich wie in der Wüste, da überall nurnoch  goldgelbe Sandberge zu sehen sind. Perfekt zum sandsurfen dachten wir uns - gesagt getan! Fast 3 h stunden lang sind wir dann am Sonntag zu Sandhügel auf Surfbrettern runtergefahren, da bekommt man ordentlich Speed und gute Laune! ;). Um das Wochenende abzurunden sind wir dann noch zu unserem Lieblings Eisladen gefahren, der verspricht die größte Eiskugel Neuseelands zu servieren und ich glaube, er könnte damit sogar Recht haben ;D.
Ok, sorry Leute für den Roman,  Lange Rede kurzer Sinn: Uns gehts super, wir haben viel Spaß und hoffen, dass ihr alle ähnlich gut drauf seid!

Ach ja, wir haben mittlerweile übrigens auch nen festen Job, deswegen könnte es in nächster Zeit ein bisschen langweilig werden. Ich arbeite in einer Bäckerei in einem Supermarkt und Silvia auf einer Kiwiplantage, aber wir melden uns bestimmt bald wieder! :)

Sorry, der Post ist nun auch schon wieder eine Woche alt. Konnt eihn wegen kleiner technischer Porbleme leider erst jetzt hochladen.

Charlie's Rocks

Matauri Bay - Alex, Silvi, Sophia, Ich, manu und Lore :)

Manu : ' Ich hasse Eis!' :D

Matauri Bay *-*

und nochmal

Westküste auf dem Weg zum Cape

Auf in den Dschungel zum...

dicken, fetten Kauri Tane Mahuta

Campen am Cape









07.10.2015

Matamata & Kawau Island - a little taste of Australia



Wir leben noch ;). Haben uns lange nicht mehr gemeldet, liegt daran dass wir kein wlan mehr hatten seitdem wir unsere Gastfamilie verlassen haben.  Hier also eine kleine Zusammenfassung der letzten Woche J. Unsere Gastfamilie war der Wahnsinn, da sie super  freundlich waren und uns nicht nur Essen und Unterkunft geboten haben, sondern auch die Umgebung gezeigt  haben. Am Samstag hatten beide frei und wir waren an einem See südlich von Rotorua. Judith und wir sind um den See gewandert während Martin mit Mountainbike und Motorboot gefahren ist. Irgendwann  haben wir uns wieder getroffen, ein Bad in einer heißen Quelle mitten im Wald genommen und sind dann mit dem Boot quer über den See zurück gefahren. Hatte ein bisschen was von Norwegen, da an den Seiten  zwei riesige Vulkane und viel grüner Wald waren. Auf dem Heimweg wurden wir noch von einen tiefroten Sonnenuntergang überrascht, den wir leide ‚nur‘ aus dem Auto beobachten konnten, war aber trotzdem mega schön! Abends gings noch zu einer Party, von Farmerfreunden unserer Hosts. Wahrscheinlich die seltsamste Party auf der ich bis jetzt war, da sie in einem Haus stattfand, dass direkt hätte aus einem der Herr der Ringe Filme stammen können mit lauter schräg verkleideten Farmern, die im Schwarzlicht getanzt haben :D jedenfalls sehr lustig!
Die nächsten Tage haben wir hauptsächlich im Haus gearbeitet und waren ein bisschen in der Umgebung spazieren, haben nochmal in heißen Quellen entspannt und waren einen Tag in Hamilton. Endlich wieder Zivilisation :D . Hamilton ist schon eine der größeren Städte Neuseelands mit zwei Hauptstraßen auf denen auch Abends noch was los ist. Außerdem gibts noch die ebenfalls sehr netten Hamilton Gardens – ein großer Park mit vielen verschieden angelegten Gärten wie z.B. Englischer, chinesischer, indischer oder maori Garten. Den Abend haben wir mit einem Glas neuseeländischen Wein ausklingen lassen.
Dann hat Judith uns kurzerhand gefragt, ob wir übers Wochenende mit  zu ihrem Ferienhaus nach Kawau Island kommen wollen, kurzerhand alle weitere Reisepläne übern Haufen geworfen, wir wären schön blöd gewesen uns diese  Chance entgehen zu lassen. Also sind wir Freitag Abend Richtung Norden aufgebrochen nach Kawau Island. Das liegt circa eine Stunde nördlich von Auckland. Im Stockdunklen sind wir mit einem Wassertaxi zur Insel gefahren und dort mit einen Jeep quer durch den Busch bis zu einem Haus.  Und  das Ferienhaus war...wow :D . Es lag c.a. 20 m über dem Strand, stand auf Stelzen, hatte eine riesige Terasse mit Meeresblick und im Wohnzimmer waren überall riesige Glasfenster, sodass man eine grandiose Aussicht auf eine Bucht hatte. Außerdem war es eine sehr naturbelassene, nahezu unbewohnte Insel, deswegen gab es dort eine große Vielfalt an Tieren wie Vögeln  z.B. den Kiwi, dne wir leider nicht gesehen haben, aber zumindets gehört, oder auch wilden Kängurus und Kookaburras ( ja, wir sind immernoch in Neuseeland ! )  :D. Auf der Insel sind wir ein bisschen gewandert und haben eine Kajak Tour gemacht und waren zum ersten mal baden  in Neuseeland...nun ja es war arschkalt :D. Der Abschied von judith & Martin fiel also am Sonntag nachmittag schon sehr schwer, aber sie meinen wir sind immer wieder willkommen bei ihnen.
Mit einem Zwischenstopp in Whangarei gings dann weiter ins Northland nach Kerikeri – hier hoffen wir auf gutes Wetter und vor allem auf bezahlte Jobs.Wir melden uns bei Gelegenheit, bis dahin lasst's euch gutgehen!

Eine bootsfahrt die ist lustig...:)

Pflanzen zerstören!


Silver Farn, halbes wahrzeichen von Neuseeland

Hamilton Gardens...glaub der indische garten

Kawau Island

Aussicht von unserer Terasse...

Eingang zum Maori Garten
Hot Pools :)